Lehrgänge Longe und Doppellonge Abzeichen Handarbeit

Ergänzend zu der Seite "Wirkung von Hilfsmitteln" möchte ich hier einige verschiedene PFerde in verschiedener Form unterstützt zeigen.

Grundsätzliches vorweg - 90 % der Longiereinheiten benutzen wir keine Hilfszügel - die Ausnahme ist das Voltigieren. Besonders, wenn Kinder auch auf dem Hals turnen, ist die Stabilisierung des Halses unerlässlich. Dazu benutzen wir Laufferzügel, die so lang geschnallt sind, dass die Nasenrücken in der Senkrechten bleiben.

In wirklich jeder Longiereinheit benutzen wir einen Kappzaum. Wir longieren nicht mit Longen, die im Trensenring befestigt sind. Damit schützen wir das Maul.

Unser Shetti Billy, 1,05m, mit Chambon in feiner Dehnung.

Hier wird deutlich, wenn das Pony dem Druck im Genick und MAul nachgibt, wird das Chambon weich. Das Band beim Chambon darf NIE aus Gummi sein, damit ist es für das Pferd nicht  einschätzbar.

Hier ist Rosarion am Laufferzügel. Die Länge ist so bestimmt, dass er in Aufrichtung am Hilfszügel  steht - d.h. den Nasenrücken an der Senkrechten. Zum Voltigieren müssen wir den Laufferzügel anders schnallen. Die Reglements verlangen, dass die Enden maximal 15 cm auseinander sein dürfen, so auch während der Prüfung zum Deutschen Longierabzeichen. Da die Gruppe von Rosarion fortgeschritten ist, müssen dann die Laufferzügel etwas kürzer sein, um zu verhindern, dass er - wie hier - nach außen sieht.

Hier ist Rudi am Gogue - grundsätzlich ein gute Hilfe, wenn das Pferd sich besser vorwärts-abwärts dehnen soll. Wir würden Rudi so allerdings nicht mehr als für die Demonstration während der Longierkurse longieren, da keine Probleme mit der Dehnungshaltung hat und sich eher etwas auf den Zügel als gegen den Zügel geht

Nachteile des Arbeitens mit Hilfszügel:

Hier zeige ich verschiedene Phasen des Schritts. Während jeder Abfolge des Viertakts nickt der Pferdekopf, im freien Schritt hat es dabei den Nasenrücken stets deutlich vor der Senkrechten, Genick und Ohren, damit das Gleichgewichtsorgan, als höchster Punkt.

Diese Nickbewegung kann mit dem Hilfszügel, hier Laufferzügel, nur abgewandelt funktionieren, während jeder Nickbewegung "rollt" das PFerd sich leider auf. Daher - je kürzer die Laufferzügel, des größer die Auswirkungen auf die Biomechanik des PFerdes.